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Dein 1:1 Guide – die richtige Surfschule finden

Sobald man sich entschlossen hat seinen Urlaub dem Surfen zu widmen, befindet sich jeder im selben Dilemma – wie finde ich die richtige Surfschule fuer mich, wenn ich Wellenreiten lernen will. Surfen ist innerhalb der letzten Jahre immer beliebter geworden und das sieht man auch an der Auswahl der unzählig vielen Surfschulen und Surfcamps, die es mittlerweile zum Beispiel entlang der portugiesischen Küste gibt. Die vielen Surfspots machen es möglich sowohl gute Angebote für Anfänger als für fortgeschrittene Surfer bereit zu stellen. Tendenz: steigend!

Es gibt also eine Vielzahl an Spots und Schulen zwischen denen Du wählen kannst. Da wird es zur Herausforderung die richtige Surfschule fuer Dich zu finden – ein Surfcamp, wo Du Dich wohl fühlst und wo Du Vertrauen haben kannst, dass man Dir das Surfen richtig und umfassend vermittelt.

Wir greifen Dir hier unter die Arme und haben Dir ein paar Charakteristika zusammengestellt, die Dir als Checkliste bei der Wahl des richtigen Surfcamps helfen. Los geht’s!

Unterkunft

Im Idealfall findest Du direkt eine Surfschule, die auch eine eigene angeschlossene Unterkunft anbietet oder vermittelt. Im Grunde also auch als ein Surfcamp fungiert. Als Surf-Anfänger in ein Surfcamp zu gehen, bietet Dir viele Vorteile. Einige haben wir hier auch schonmal beschrieben. Ganz oben auf der Liste steht die komplette 360 Grad Surferfahrung – im und ausserhalb des Wassers.

Du triffst Gleichgesinnte und kannst Dich austauschen. Vor allem, wenn Du allein unterwegs sein solltest, ist das eine super Gelegenheit Anschluss zu finden. Oft sind Unterkünfte solcher Art auch günstiger als die Surfschule mit Unterricht und eine Unterkunft separat zu buchen.

Ratings auf Tripadvisor, Google & Co.

Eine tolle Website mit guten Beschreibungen zur Surfschule und dem Surfcamp sind hilfreich, um vergleichen zu können, wo es Dir gefallen könnte. Das ist jedoch immer ein wenig einseitig. Hole Dir weitere Meinungen ein und stöbere mal bei Tripadvisor und Google Reviews und schaue, was andere Gäste so fuer Eindrücke haben. Es handelt sich dabei um neutrale Bewertungsplattformen, die extra dazu dienen Kunden ein so neutrales Bild zu bekommen, wie nur möglich. Leute, die etwas zu meckern haben, gibt es immer. Doch wie sieht das im Verhältnis zu positiven Bewertungen aus? So wirst Du schneller eine Wahl der richtigen Surfschule treffen können.

Material

Gutes und intaktes Surfmaterial ist das A&O um Wellenreiten zu lernen, sich zu verbessern und vor allem, wenn man eine Surfschule oder ein Surfcamp ist. Die Surfboards für alle Könnerstufen sollten in gutem bis sehr gutem Zustand sein und keine Mangel aufweisen. Auch sollte das Material regelmäßig neu beschaffen/ausgetauscht werden.

In Portugal, wo das Wasser schon recht frisch werden kann, gilt das vor allem auch für die Neoprenanzüge, die Dir vom Surfcamp und der Surfschule gegeben werden. Wenn Du eine Surfschule gefunden hast, die Du gern besuchen möchtest – zögere nicht und frage einfach vorab nach dem Material.

Qualifizierte Surflehrer & Zertifikate

In Portugal ist es Voraussetzung offiziell zertifiziert zu sein, um Surfen unterrichten zu dürfen. Bis vor Kurzem war das noch die ISA, bei der sich Surfer als Lehrer zertifizieren lassen konnten. Nun ist es zusätzlich auch die FPS – die portugiesische Surf Federation. Auszeichnungen der ISA und der FPS sprechen für die einheitliche Qualität der Lehrer. Darauf solltest Du unbedingt achten, denn in einem großen Markt befinden sich oft schwarze Schafe ohne Dokument und nicht jeder ist gleich gut geeignet Surflehrer zu sein.

Es erfordert viel Erfahrung im Wasser und Kenntnis über das Meer, Wellen und Strömungen. Auch spricht es immer fuer eine Surfschule mit lokalen Guides zu arbeiten – sie kennen die Wellen und Spots am besten. Ein guter Lehrer weicht Dir nicht von der Seite, unterstützt Dich, freut sich mit Dir und teilt Deine Frustration.

Stammgäste

Das ist ein bisschen auch wie einer unserer ersten Punkte „Rezensionen“. Ebenso wie Feedback von ehemaligen Gästen sind wiederkehrende Gäste ein ebenso gutes, fast noch besseres Merkmal für ein tolles Surfcamp. Diese Gäste hinterlassen zum Beispiel gute Rezensionen und Du kannst Dich darauf verlassen, dass sie aus dem Herzen sprechen – finde heraus, aus welchem Grund einige immer wieder kommen.

Teilst Du deren Motivation oder findest Du Dich darin gar nicht wieder? Perfekt – einfacher kann einem seine Entscheidung nicht gemacht werden. Leute, die immer wieder in ein Surfcamp zurueck kehren, fühlen sich dort wohl, aufgehoben und vor allem gut betreut. Das willst Du auch!

Lage

Location ist key! Eine gute Lage fuer Surfschule und Surfcamp ist für die meisten einer der wichtigsten Faktoren für die Entscheidung wohin es gehen soll. Auch hier spielt es eine wichtige Rolle, was Dir wichtig ist: Nähe zu Nachtleben, Bars und Restaurants, direkt am Strand oder lieber etwas ruhiger aber nicht zu weit entfernt von allem. Im Besonderen sollte es bei der Location aber um eines gehen – das Surfen. Gibt es eine lokale Surf Community, triffst Du auf andere Surfer und gibt es die meiste Zeit im Jahr gute Wellen- und Wetterbedingungen? Recherchiere was die Gegend in Bezug auf den Surf ausmacht und triff Deine Entscheidung.

Pakete

Wie oben schon erwähnt, kommst Du meist günstiger weg, wenn Du anstatt Surfschule + Unterkunft ein Surfcamp buchst bzw. eine Surfschule findest, die auch eine eigene Unterkunft für Gäste anbietet. Denn der Pluspunkt ist hier der Preis und das Rundum-Sorglos-Gefühl: Unterkunft, Surfkurs, Material, Frühstück und Mahlzeiten in einem Paketpreis abgehakt. Auch kannst Du so zwischen verschiedenen Angeboten besser vergleichen und sparst Dir lästige Rechnerei.

Eine Woche im Surfcamp in Portugal mit Kurs, Spot-Transport, Frühstück und BBQ Abenden bekommst Du so zum Beispiel schon ab 340 Euro.

Da hast nun ein paar gute Tipps und Hinweise mit an der Hand, wenn es darum geht für Deinen bevorstehenden Surfurlaub noch die richtige Surfschule oder das passende Surfcamp zu finden. Wir wünschen Dir jetzt schon mal viel Spaß im Wasser beim Wellenreiten Lernen.

Hang Loose

7 Gründe Wellenreiten im Surfcamp zu lernen

Wenn Du Dich dazu entschlossen hast Wellenreiten zu lernen, Dich aber nicht direkt allein in die Wellen stuerzen moechtest und Du immer gern Reisefreunde triffst, dann ist ein Surfcamp zum Surfen Lernen der beste Ort fuer Dich.

Surfen ist seit ein paar Jahren ziemlich angesagt – nicht verwunderlich wo diese Sportart in den Wellen nicht nur einen verdammt coolen Lifestyle versprueht, sondern all das auch an mitunter den schoensten Plaetzen dieser Welt stattfindet. Dein Aktivurlaub laesst also hervorragend mit Entspannung an herrlichen Sandstraenden in toller Umgebung verbinden. Hier kommen 7 unserer ultimativen Gruende, warum Du Deinen naechsten Urlaub im Surfcamp machen solltest:

Grund 1: Wellen, Wellen & Wellen

Im Surfcamp dreht sich alles um das feuchte Element aus dem Surfertraeume gemacht sind. Wenn Du das Salz auf Deiner Haut und die Brise in den Haaren liebst, wenn Du eine kleine Nixe bist, ein Soulsourfer oder einer werden moechtest und, wenn Wasser Dein Element ist, dann ist es jetzt an der Zeit Dich auf’s Brett zu schwingen und Wellenreiten zu lernen – der perfekt Ort zum Start ist schlicht ein Surfcamp.

Hier verbringst Du viel Zeit in und am Wasser, Du hast die Moeglichkeit mehrere Sessions am Tag zu machen. Hier lernst Du alles rund um Wasser, Wellen und Surfen.

Grund 2: Du hast eine große Auswahl an Boards

Surfcamps sind immer mit einer großen Auswahl an verschiedenen Surfbrettern ausgestattet – der Himmel auf Erden fuer alle Wellenreiter und die, die es noch werden wollen.

Du musst nicht staendig neu leihen, sondern kannst einfach entscheiden, wie Du magst, experimentieren und Dich ausprobieren. Ein pro fuer alle fortgeschritteneren Surfer ein neues Brett zu finden. Ideal fuer Beginner im Surfen, denn so kannst Du ohne Stress verschiedene Boards ausprobieren und herausfinden, womit Du am besten zurecht kommst. Die meisten Surfcamps haben eine eigene, riesige Boardgarage oder eine Surfschule, die eine riesige Selektion an Boards fuer Dich bereitstellt. Das beste – im Preis inklusive!

Grund 3: Surfunterricht bringt jedem etwas

Egal, ob du gerade erst frisch auf dem Brett bist und einen Surfkurs fuer Anfaenger machst oder Du schon Surferfahrung und Skills hast und einen fortgeschrittenen Kurs bzw. Surf Guiding machst. Surfen ist schwer zu lernen, sehr komplex und bedarf unglaublich viel Input und Uebung. Sich gemaess seinem Level zu verbessern, braucht also einen Lehrer oder Coach.

Besonders, wenn man an einem neuen Spot ist, muss man sich erstmal zurechtfinden, bevor es so richtig los geht. Bist Du aber im Surfcamp kannst du dich sofort ins Abenteuer stürzen, denn für Surfunterricht oder Surf-Guiding ist gesorgt, und der Transport zu den Surfstränden und Surfspots ist inklusive.

Die Gruppen werden gemaess der verschiedenen Level aufgeteilt, sodass auch jeder die Wellen bekommt, die er sich wünscht, und innerhalb kurzer Zeit große Fortschritte machen kann. Gleichzeitig wirst du an die schönsten Strände gebracht und entdeckst sicher noch einige geheime Buchten.

Grund 4: Du triffst Gleichgesinnte

Bekanntschaften, die aus dem Surfen entstehen, werden schnell zu guten Freundschaften. Hat man sich schliesslich durch die gemeinsame Leidenschaft kennengelernt. Beim Urlaub machen, geht es ja nicht nur um die tollen Orte, die man bereist hat, sondern vor allem doch um die Leute, die man getroffen hat. Beim Wellenreiten in einem Surfcamp kannst du davon ausgehen, dass du von Gleichgesinnten umgeben bist, die alle dasselbe wollen: im Wasser sein und eine gute Zeit haben.

Am Ende werdet ihr nicht nur Wellen, sondern auch gemeinsame Erinnerungen teilen. Hier sind schon Reisefreundschaften fürs Leben und Beziehungen entstanden. Egal ob du allein reist oder mit Freunden unterwegs bist, Anschluss findest du hier auf jeden Fall.

Grund 6: Du sparst Geld

Das ist natuerlich immer davon abhaengig, was Deine Ansprueche sind und Dein Budget hergibt. Nach oben ist immer Platz – auch bei Surfcamps gibt es mittlerweile glamouroese Luxusalternativen. Vor allem, wenn es sich um tropische Destinationen, wie die Malediven oder die Mentawis handelt. Das mal beiseite! Wenn du also vielleicht nicht vermutest – Surfcamps sind nicht so teuer und ein Aufenthalt passt meist auch in ein knappes Reisebudget. Meistens gibt es Mehrbettzimmer als Option für kleines Geld oder Paketpreise, bei denen der Grossteil inklusive ist. So hast du, außer den Kosten für das Camp, kaum noch andere Urlaubsausgaben. Und es muss ja nicht gleich zum Surfen nach Asien oder Suedamerika gehen. Fluege in Surfcamps in Europa sind wesentlich guenstiger. So ist zum Beispiel 1 Woche Surfcamp in Portugal im Da Silva Surfcamp schon fuer 340 EUR zu haben – im Mehrbettzimmer, mit Fruehstueck, 2 BBQs und Surfunterricht sowie Material. Du willst buchen? Na dann mal los!

Grund 6: Wie bei Mutti

Einfach mal um nichts kuemmern. Das klingt nach Pauschalreise oder aber eben nach Deinem wohlverdienten Urlaub. Und dafuer muss es nicht gleich ins All-inclusive Hotel gehen. Auch bei Deinem heiss ersehnten Aktivurlaub kannst Du mal getrost die Beine hochlegen, wenn Du Dich zum Surfen Lernen in ein Surfcamp einbuchst. Der Vorteil ist wirklich, dass Du Dir ueber nichts gross Gedanken machen musst, denn es ist fuer alles gesorgt.

Es gibt Essen, Du wirst ueberall hin gebracht/gefahren, Dir wird berichtet, was der Surf Forecast sagt, der entsprechend beste Spot gewaehlt, Du bekommst Boards, Wax, es gibt Entertainment, Drinks, man kann oft Yoga machen und Massgen buchen und an vielen anderen organisierten Aktivitaeten teilnehmen.

Grund 7: unvergessliche Momente garantiert aus erster Hand

Surfcamp-Besitzer haben langjaehrige Erfahrung, mit dem was sie tun, sind selber leidenschaftliche Surfer, oft Einheimische und kennen die Gegend mit allen Spots und Aktivitaeten in- und auswaendig. Sie leben ihren Ort und die Kultur, um ihn herum und wollen Dir dieses besondere Gefuehl, diese Liebe vermitteln.

Davon wirst du profitieren und an Orte kommen, die du sonst vielleicht nie entdeckt hättest und unvergessliche Momente erleben, die du nie wieder vergisst.

Daniel vom Da Silva Surfcamp zum Beispiel vermittelt seinen Gaesten, wie kein Anderer, den „Portuguese Spirit of Surfing“, wie er es nennt. Portugal mit allen seinen Facetten und Geschmaeckern kennenzulernen, ist in diesem Surfcamp Teil der Agenda. Die Locals laufen ein und aus, gesellen sich unter die Gaeste, singen Fado, es wird gemeinsam gelacht, Wein getrunken und beste local cuisine geschmaust. Bei Sonnenaufgang geht’s an leere Spots und zum Sonnenuntergang wird mit einem kuehlen Bier in der Hand in einer populaeren local Bar auf’s Meer getraeumt. Bester Urlaub und Wellenreiten gelernt: CHECK!

Die Surf-Etikette – Regeln für’s Wellenreiten

Wenn Du gerade mit dem Wellenreiten startest, hast Du zu Beginn einen Haufen anderer Sorgen, als Dich um Verhaltensregeln beim Surfen zu scheren. Fair enough. Ganz am Anfang ist das auch noch toleriert von den Mitsurfern um Dich herum. Allerdings hält diese Art Surfwelpenschutz im Line-Up nicht sehr lang an und Du wirst schnell merken: okay! Es scheint da draussen Regeln zu geben. Diese Regeln, so wirst Du ebenfalls bald verstehen lernen, existieren aus zweierlei Gruenden:

  1. Zu Deiner eigenen Sicherheit und die der anderen Surfer
  2. Jeder soll so viel Spass und Wellen haben wie moeglich, also respektiere diese Regeln.

Oh man! Schnarch, wie spiessig – denkst Du jetzt. Surfen hat doch schliesslich etwas Regelbefreites, Rebellisches an sich und jetzt liest Du hier von Regeln. Sagen wir es so: eigentlich sind es keine „Regeln“ sondern vielmehr logisches Verhalten. Doch, weil leider Vielen die Logik abhanden gekommen ist oder sie – viel schlimmer – in ihren Surfkursen keine Etikette vermittelt bekommen haben, widmen wir uns heute diesem sehr wichtigen Thema!

Das Line-Up ist die Gesamtheit aller Surfer im Wasser an einem bestimmten Spot, wo die Wellen brechen und jeder auf seinem Brett sitzt, wartet, dass Wellen hereinrollen, um diese dann zu Surfen oder es zu versuchen. Fuer uns Surfer ist dieser zauberhafte Ort der Anziehung jedoch so viel mehr. Fast unbschreiblich. Darum ist jeder von uns Surfern, also auch Du und ich, dazu aufgefordert das Line-Up zu einem guten Ort zu machen, egal ob Beginner oder Pro.

Die Surf-Etikette fuer das Wellenreiten sind ungeschriebene, internationale Regeln. Eine gute Surfschule oder ein Surfcamp vermittelt Dir diese Regeln in der Surf-Theoriestunde des Kurses – das ist uebrigens ein Qualitaetsmerkmal eines Surfcamps – also frage das ruhig nach! Die Regeln werden immer mal erweitert, neu definiert und von Spot zu Spot und den ansaessigen Surfern individuell umgeschrieben. Wir haben uns Muehe gegeben, Euch 12 Regeln so niederzuschreiben, dass man damit ueberall gut durch- und in Wellen kommt.

Regel #01 – Am Spot ankommen

Die Surfspots dieser Welt werden immer voller. Das ist schoen, da immer mehr Leute die Liebe zum Wellenreiten entdecken und – im Line-Up miteinander teilen.

Wenn Du an einem neuen Spot ankommst, reitet nicht mit einer grossen Truppe ein. Lieber zu zweit oder maximal zu dritt. Die Locals im Wasser haben nichts dagegen ihre Welle mit 2,3 Surfern zu teilen. Kommt aber eine grosse Gruppe an, vergeht der Spass ganz schnell.

Nimm Dir erstmal Zeit die Welle eine Weile zu beobachten: wo ist der Peak, wie brechen die Wellen. Gibt es Sections der Welle? Wo ist Einstieg und ein Channel? Wo gehe ich raus? Bricht die Welle links oder rechts? Und, und, und. Das soll Dich nicht verunsichern und, wenn Vieles davon fuer Dich noch chinesisch klingt, mache einen Schritt nach dem anderen. Beginne damit die Leute zu beobachten. Es macht keinen so guten Eindruck, wenn Du im Line-Up herumfragst, wie Du am besten zurueck zum Strand kommst.

Regel #02 – Strand Knigge

Schoen chillig sein! Sei nett zu den Leuten um Dich herum, mache nicht auf dicke Hose und bruelle nicht herum. Fuehle den Vibe und, sofern er gut ist, gehe mit ihm. Hinterlasse keinen Muell oder Zigarettenstummel und sammle vielleicht Muell auf dem Weg zurueck auf, den Du entsorgst. Wir sind schliesslich alle nur zu Gast hier und wollen dafuer Sorge tragen, dass unsere Straende wohl erhalten bleiben.

Regel #03 – Reality Check

Nachdem Du eine Weile auf’s Wasser geschaut und die Wellen beobachtet hast, geh tief in Dich und checke mit Dir selbst, ob Du den Bedingungen gewachsen bist – Dein Brett, die Stroemung und herrschende Wellengroesse. Man waechst nur ueber sich hinaus, wenn man seine Surf-Komfortzone verlaesst. Das stimmt. Aber sich zu ueberschaetzen oder Mutter Natur zu unterschaetzen, kann ordentlich in die Hose gehen und gefaehrlich werden – fuer Dich und fuer andere.

Regel #04 – In das Line-Up paddeln

Gruessen, gruessen und immer schoen gruessen – auf dem Weg ins Line-Up vorbei an anderen Surfern wirkt das oft Wunder. Freundliche Gesichter sind immer gern gesehen. Wenn Du raus paddelst, solltest Du, wie in #01 beschrieben, wissen, wo es einen Channel gibt und wo die Impact Zone ist – also der Ort wo die Welle voll bricht. Paddle von aussen herum ins Line-up und nicht gerade rein. Du willst in jedem Fall vermeiden anderen Surfern beim Surfen im Weg zu sein. Wenn Du im Line-Up bist, setze Dich nicht mitten rein oder gar genau an den Peak. Das veraergert Deine Mitsurfer nur.

Regel #05 – Der Duck Dive und die Turtle Roll

Auf dem Weg ins Line-Up kommen Dir so einige Wellen entgegen. Regel Nummer 1 ist hier: habe Dein Board immer unter Kontrolle bzw fest im Griff. Wenn Du keinen Duck-Dive kannst, also wenn Du noch nicht unter der Welle durchtauchen kannst mit Deinem Brett. Dann solltest Du die Turtle Roll/Eskimorolle mindestens beherrschen. Wenn auch das noch nicht immer klappt, dann ist es essenziell Dein Umfeld fest im Auge zu haben, bevor Du Dein Board loslaesst, um unterzutauchen: ist jemand hinter Dir oder direkt neben Dir? Ist jemand vor Dir? Paddle immer zum noch ungebrochenen Teil der Welle. Ist jemand auf der Welle und sehr nah, paddle zum gebrochenen Teil/Weisswasser.

Sei Dir jedoch positiv bewusst, dass wenn Du Dein Brett nicht kontrolliert halten kannst, Du noch nicht hinten im Line-Up sein solltest – und das ist ja auch gar nicht schlimm. Lieber noch ein paar Tage mehr im White Wash ueben. Siehe auch Regel #03. Die Turtle Roll ist eines der ersten Basics, die Du in Deinem Surfkurs in einem guten Surfcamp lernst.

Regel #06 – Im Line-up angekommen

Auch hier kommt ein freundliches Laecheln oder ein Gruss super an und bricht das Eis. Eine gute Stimmung im Line-Up macht Deinen guten Surf noch besser. Wenn Du im Line-Up bei den anderen Surfern angekommen bist, halte erstmal Abstand und setze Dich nicht direkt in die Take-Off Zone. Es kann gut sein, dass der Dude neben Dir schon seit 15min auf das Set wartet. Der findet das gar nicht lustig. Was uns zum wichtigsten Punkt fuer Regel #06 bringt: komme nicht an und nimm direkt die erste Welle. Auweia, das bringt Aerger. Auch, wenn Du es nicht mal absichtlich machst. Guck Dir alles erstmal ein paar Minuten/Sets an und taste Dich dann vor.

Regel #07 – Regeln der Vorfahrt

Der meist gehasste und am schlimmsten Bestrafte Regelbruch ist der sogenannte „Drop In“. Hier kommt es regelmaessig zu Poebelein oder Schlaegerein in den Line-Ups dieser Welt. Drop-In bedeutet, dass man einem Surfer, der Prioritaet auf der Welle hat, die Welle nimmt, in dem man ebenfalls los surft. Vorfahrt hat, wer naeher an der brechenden Welle, also am Peak sitzt oder wer frueher in der Welle ist. Da kann es zu Beginn komplex werden, besonders an einem Beach Break, wo die Wellen mal nach rechts und mal nach links brechen. Die Wellen lesen zu koennen und den Spot zu verstehen, ist also von grosser Bedeutung – siehe daz auch Regel #01. Beim Wellenreitenlernen in einem Surfcamp lernst Du diesen Surftheoriepunkt. Er erfordert auch sehr viel Uebung und Zeit im Wasser. Versuche also auf Deinem Weg in die Welle immer zur Seite zu schauen, ob schon jemand in der Welle ist oder auch dafuer paddelt.

Der kleine, böse Bruder vom Drop In und genauso verpönt: Vor den Surfer paddeln, der eigentlich am Peak ist, um ihm die Vorfahrt zu stehlen. Solche „Snakes“ mag keiner!

Wenn Du jemandem reingedroppt bist – und das wird passieren, dann paddel zurueck und entschuldige Dich. Wenn Du in der Welle bist und siehst, dass jemand hinter Dir ist, fahre nach hinten ueber die Welle und verlasse sie. Ungewollte Drop-Ins passieren ganz oft! Da musst Du keine Sorge haben – wichtig ist es, sich im Fall richtig zu verhalten. Ein Soul-Surfer freut sich wahrscheinlich fuer Deine Welle und teilt sie gern mit Dir, sofern das nicht Dein Standard-Verhalten im Line-Up ist.

Regel #08 – Line-Up Knigge

Frust ist beim Surfer ein treuer Begleiter. Behalte ihn fuer Dich und fluche oder bruelle nicht herum, wenn Du Deine Wellen nicht bekommst. Der entspannteste Surfer bekommt die meisten Wellen.

Regel #09 – Wellenauswahl und Wellenrecht

Waehle Deine Wellen weise aus und paddele nicht wie irre fuer jede Welle, die ankommt – egal, wie die Chancen stehen sie zu bekommen oder (eher) nicht. Committe Dich eine Welle zu bekommen. Du willst die Welle, also hole sie Dir. Du hast im perfekten Spot gesessen, die Welle aber dennoch nicht bekommen? Das passiert uns allen. Allerdingst ist nun der naechste dran – paddel also nicht fuer sofort die naechste Welle. Gleiches gilt fuer Dein Zurueckkommen ins Line-Up nachdem Du gerade eine Welle gesurft bist: setze Dich nicht direkt zurueck in die Take-Off Zone und nimm die erste Welle des Sets. Dieser Move der Wellengier macht Dir sehr schnell Feinde.

Regel #10 – Immer schoen der Reihe nach

Das ist im Grunde unser Punkt #09. Lass anderen immer mal wieder den Vortritt und reihe Dich ein. Das gilt natürlich nicht, wenn die Welle ganz klar „zu dir gekommen“ ist und kein anderer Surfer eine Chance hat, diese zu erwischen.

Regel #11 – Kommunikation ist alles

Aggressionen und Handgreiflichkeiten im Wasser fuehren zu nichts und jeder sollte sich hier unter Kontrolle haben. Wenn Du einen Surfer im Wasser beobachtest, der dauernd Mist baut, reindroppt und/oder andere Surfer in Gefahr bringt, sprich ihn/sie ruhig drauf an. Leider kennen viele Surferinnen und Surfer die Regeln gar nicht und sind oft froh, dass es ihnen jemand erklaert. Ist ja fuer alle entspannter. Die Schlüsselbegriffe sind Respekt und Toleranz – und zwar vor allen, ganz gleich ob Shortboard, Longboard, Bodyboarder, gute und schlechte Surfer. Sprich mit den Locals, erzähle ihnen wie schön ihre Welle und ihr Strand sind. Du wirst überrascht sein, wie offen die meisten gegenüber fremden Surfern sind.

Regel #12 – Gib Wellen ab!

Nichts bringt bessere Vibes als Wellen zu teilen oder an andere abzugeben. Oft ist es ja auch so, dass eigentlich genug Wellen fuer alle da sind. Gib also einfach mal ein paar Wellen ab – obwohl Du besser sitzt oder besser paddeln kannst oder schon eine Weile am Warten bist. Karma wird es Dir danken!

Das waren sie also – unsere bzw. DIE 12 Regeln der Surf-Etikette beim Wellenreiten. Die machen ja eigentlich auch alle viel Sinn – oder? Sie zu beachten, ist ueberhaupt nicht schwer und kommt mit der Zeit von ganz allein.

Vor allem, wenn Du Spass hast im Wasser und beim Surfen, ist schon der Grossteil getan. Also – Hang Loose!