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Da Silva Surfcamp – das erste Mal, fast schon genial

Märchenhafter Prolog

Es war einmal eine 5- köpfige Räuberfamilie aus München, die Zeit ihres Familiendaseins Campingurlaub in Kroatien machte. Von Jahr zu Jahr wurden die Kinder größer und größer und – ganz unauffällig – wurde das reisefreudige Herz der Räubermutter sehnsüchtiger und sehnsüchtiger. Wollte sie doch so gerne aufregende Abenteuer mit ihre Bande erleben und auch wieder mal andere wunderbare Länder bereisen. So vergingen die Jahre.

Plötzlich stellte die Mutter erschrocken fest- oh weh- schon bald würde der Zeitpunkt kommen, zu dem die Kinder flügge werden. Kurzentschlossen und um es später nicht zu bereuen, gab sie sich einen Ruck – denn bekanntlich ist Jeder seines Glückes Schmied – und schenkte ihrem sehnsüchtigen Herzen endlich Gehör.

Sie holte ein paar ersparte Dukaten aus der Räuberhöhle und machte sich auf die Suche nach einem mehr oder minder verwegenen, für alle Altersklassen tauglichen, familienfreundlichen Aktiv-Abenteuer. 

….und landete – ah und oh – so auf der Website vom Da Silva Surfcamp in Portugal, einem der wenigen Surfcamps, die das Wort familienfreundlich glaubwürdig verwenden und zurecht verdienen. 

Welch Glück für uns! Denn so ward unser erstes Mal – fast schon genial!

Da Silva Surfcamp

Daniel und Anas Surfcamp ist ein wahres Kleinod, dass wir schnell ins Herz geschlossen haben. Es ist ein liebenswert familiärer und authentischer Treffpunkt für Leute jeglichen Alters aus aller Welt. 

Man fühlt sich schnell wohl und der Mut zur Lücke sowie die gelebte Gelassenheit lassen einen maximal schnell entspannen.

Herzlich Willkommen, heißt es hier und dann wird viel und laut gelacht, diskutiert, gefeiert, gespielt, gegrillt, abgehangen, geradelt, gesurft und auch mal gemeinsam gelitten (ab Tag 3 des Surfkurses)

Die Location ist nicht nur idyllisch gelegen, es gibt auch jede Menge auf dem verschachteltem Grundstück zu entdecken. Die Räumlichkeiten sind gespickt mit liebevollen Details und farbenfrohen Wänden, die einem das Herz aufgehen lassen. Die kreativ gestalteten Eigenbauten (Bar) etc. lassen einen stets etwas Neues entdecken und staunen. Das ist nicht nur optisch inspirierend, sondern ganz nach unserem Geschmack und lädt zum Wohlfühlen ein. 

Der 5-Tage-Surfkurs:

„Frühstück: 7 Uhr, Surfing: 8 uhr“ steht auf der Tafel in der Küche.  Ab kurz vor 7 Uhr hört man unten in der Küche heimeliges Geklapper. Sobald man in die Küche kommt, begrüßt einen dort der gute gelaunte Paul mit einem ansteckend fröhlichen „Morning!“ und belebender Musik, das Frühstücks-Buffet ist angerichtet, der Kaffee dampft. Der Tag kann beginnen, dank Paul Frohgemut! Jeder schnappt sich seinen Kaffeebecher, Frühstück und setzt sich zum Aufwachen raus in die ersten Sonnenstrahlen. 

Eine halbe Stunde später treffen die Surflehrer (Rick, Mareike, Zé) mit den Vans ein, laden die Surfboards auf, die Wetsuits ein und lassen jedem Teilnehmer seine Zeit, die er braucht um fertig zu werden. Geduldig wird am Bus auf den Letzten gewartet – ganz ohne Anzutreiben. Welch raffinierte Wohltat und Entschleunigung!  Darauf grüßt täglich das Murmeltier: im portugiesischen Rennfahrer-Stil gehts in der Van-Kolonne auf zum Strand. Als Erstes Wellencheck, dann Umziehen, Aufwärmen,  Take-Off Trockenübung und ab ins Wasser…dann „paddle paddle paddle“…

Wir sind eine große Gruppe von 18 Leuten, eine lustige Gesellschaft sehr unterschiedlicher Gestalten. 
Was wir noch nicht wissen: wir werden gemeinsam gegen Wind und Wellen anlaufen, Demut lernen, uns gemeinsam Zehen brechen und Füße aufscheuern. Wir werden gemeinsam frieren, stöhnen, staunen und lachen, uns freuen über kleine Erfolge und uns gegenseitig trösten bei Misserfolgen. Wir werden lernen es zu nehmen, wie es kommt (weiß oder grün) und das Beste daraus zu machen. Wir werden im Laufe des Kurses immer häufiger auf dem Brett stehen und wenn wir Glück hatten sogar die ein oder andere richtig erhebende Welle geritten sein. Wir werden für die 5 Tage zusammenrücken und dabei eine echt gute Zeit verbringen. 

Unsere wahnsinnig geduldigen, ruhigen und kompetenten Surflehrer werden uns fordern und führen, uns liebevoll  beistehen, uns begleiten und unseren Jüngsten (10 Jahre) surftechnisch in Obhut nehmen.

Dann ist plötzlich Tag 5 da: die Wellen und der Wind sind uns ausgesprochen wohl gesonnen, manche von uns dürfen in tiefere Gewässer. Für Jeden ist eine tolle Welle dabei . Der letzte Surftag wird ein glücklicher für Alle. Körperlich geschunden aber seelisch versöhnt, heißt es dann an Tag 6 auch schon wehmütig Abschied zu nehmen.

Alle sind sich einig – es war unvergesslich und  das Da Silva Surfcamp sieht uns wieder.

Die Meisten fahren (urlaubsreif) nach Hause. Wir dürfen hingegen noch eine weitere Woche bleiben und frei nach dem Motto „Hang loose“ noch ein wenig das Leben  genießen .Wir Glücklichen!

Natascha & Stjepan, 
mit Ronja, Lola und Janko