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Mit der richtigen Vorbereitung in den Surfurlaub

Banner Blog 5 Tipps

Es ist soweit! Du hast Dich entschlossen endlich mit dem Surfen anzufangen. Lange hast Du überlegt: ist das auch das Richtige für mich? Macht das überhaupt Spaß? Was ist, wenn ich Angst bekomme? Und überhaupt – bin ich eigentlich fit genug für’s Surfen?

Oder Du hast schon einige Male auf dem Board gestanden und bist total angefixt. Dein nächster Surfurlaub steht bald bevor. Aber ja, da liegen noch der fiese Winter mit gemütlicher Couch und vor allem die Feiertage zwischen dem letzten und dem nächsten Surftrip. Egal welches der beiden Szenarien auf Dich zutrifft. Fest steht, dass Du Urlaub hast und aus dieser Zeit das Bestmögliche herausholen willst.

Unser Alltag macht es uns manchmal schwer in Form zu bleiben. Vor allem, wenn man eine neue Sportart lernt, ist das komplett anders für Deinen Körper und Deine Muskulatur, demnach auch eine größere Herausforderung. Er muss sich erstmal daran gewöhnen. Bist Du schon Surfer, braucht es ein wenig Zeit das Muskelgedächtnis Deines Körpers wieder zu aktivieren.

Machen wir uns nichts vor – neben den populären Lifestyle-Argumenten durch die wir in den Medien hauptsächlich darauf aufmerksam wurden, ist Surfen vor allem eins: körperlich sehr anspruchsvoll.

Surfen besteht in seinen Hauptkomponenten aus den Elementen Ausdauer, Kraft, Agilität und Balance. Das Liegen auf dem Bauch macht es für die meisten Einsteiger noch schwieriger, da es ungewohnt ist, sich für eine lange Zeit bauchseits derart zu bewegen. Das Atmen fwllt schwerer, Nacken- und Schulterbereich stehen unter Spannung. Besonders bei fehlerhafter Ausführung. In einer guten Surfschule mit zertifizierten Surflehrern bekommst Du aber alles korrekt beigebracht und es wird Dir geholfen Fehler zu vermeiden und Dich stetig zu verbessern.

Viele wollen vor dem Start gern wissen, was sie tun koennen, um fit beim Surfen zu sein und was sie alles mitbringen sollen. Wir haben hier 5 Tipps fuer Dich, die Dich optimal auf Deinen Surfurlaub vorbereiten.

1 Laufen gehen

Um Deine Ausdauer zu trainieren, eignet es sich am besten einfach die Laufschuhe anzuziehen und damit zu beginnen regelmässig zwischen 30 und 40 Minuten laufen zu gehen. Bist Du untrainierter Läufer, dann geh es ruhig an. Wichtig ist es, das Herz-Kreislauf-System entsprechend anzuregen. Laufen steigert die körperliche Fitness und Ausdauer enorm. Der positive Effekt beim Surfen: Du bist nicht ganz so schnell aus der Puste und findest nach größerer Anstrengung schneller zurück zu Deinem Ruhepuls.

2 Schwimmen gehen

Schwimmen gehört im Allgemeinen auch zu den kardio-vaskulären Sportarten – Du trainierst Deine Ausdauer. Besonders gut aber ist das regelmässige Schwimmen vor Deinem Surftrip aber um Dich mit der Bewegung und Koordination im nassen Element vertraut zu machen. Schwimmen ist nicht Paddeln auf einem Surfboard. Trotzdem baust Du wichtige Schulter- und Armmuskulatur auf, wenn Du ab und an mal ein paar Bahnen kraulst. Angst vorm Wasser ist für die Meisten ein Hindernis tatsächliche Fortschritte zu machen beim Surfen. Gehörst Du zu jenen, bei denen Wasser und das Meer eher Unbehagen auslösen? Dann nutze die Schwimmhalle als Chance im Wasser zu spielen. Ja, richtig gehört: spielen. Tauche so lang Du kannst, halte die Luft an und springe ins Wasser. All das macht Dich vertraut mit Dir selbst im Wasser und gibt Dir spaeter mehr Selbstbewusstsein im Meer. Wenn Dir Wasser keine Sorgen bereitet, dann trainiere Deine Ausdauer und Lungenkraft: Luft anhalten, abtauchen und den nächsten Wipe-Out steckst Du locker weg!

3 Push ups, Burpees & Upper Body Lifts

DIE Fitness-Uebung, die jedem einen kalten Schauer über den Rücken laufen lässt: Der Burpee. Eine Hass-Liebe. Unglaublich anstrengend, herausfordernd und enrom effektiv zugleich. Ein gekonntes Set an Burpess vereint Kraft, Ausdauer und Agilität. Es ist vollkommen okay, wenn der Burpee bei Dir noch eher faultiermässig abläuft – langsam und behäbig. Der stete Tropfen höhlt den Stein. Mit jedem Tag wirst Du besser, präziser und schneller. Der Take-Off beim Surfen ist im Grunde eine Art Burpee: mit Kraft in den Armen drückst Du Dich hoch und durch einen explosiven Push aus der Hüfte springst Du nach vorn. Agil, also schnell und präzise sollte man (irgendwann) sein, um nicht die Balance zu verlieren und vom Brett zu fallen. Du willst ja so viel wie möglich von der Welle haben. Zurück aber zum Anfang. Der Burpee macht Dich stark. Und um einen starken Burpee hinzubekommen,helfen starke Arme. Starke Arme helfen beim Paddeln und bei Deinem Take-Off – also ran an die Push-Ups. In allen Variationen.

Die Upper Body Lifts stärken Deinen Mittel- und Unterrücken. Dieser Bereich Deines Körpers wird beim Surfen stark beansprucht. Du liegst viel auf Dem Bauch und arbeitest mit den Schultern. Dabei hebst Du Deinen Oberkörper an, um effizienter paddeln zu können. Eine starke Rumpf- und Rückenmuskulatur helfen Dir also dabei besser zu paddeln und vor allem Verletzungen im Rücken zu vermeiden. Bei den Upper Body Lifts liegst Du flach auf dem Bauch. Beuge Deine Arme und falte Deine Haende am Hinterkopf. Die Ellbogen drücken nach hinten. Druecke Dein Becken in den Boden und strecke Deinen Ruecken, indem Du in den Mittelrücken drückst. Hebe und senke nun Deinen Oberkoerper. Beginne mit 5×3 Wiederholungen und steigere Dich dann langsam.

Versuche alle drei Uebungen in Deinen Alltag zu integrieren: 10 Minuten pro Tag reichen aus. Fange mit kleinen Wiederholungen an und steigere Dich schrittweise. Starte mit den Push-Ups, gehe dann über zu den Upper Body Lifts und schliesse mit den Burpees ab. Es ist vollkommen okay mit nur zwei Burpess zu starten. Auf YouTube findest Du zahlreiche Anleitungen, die Dich sicher durch alle drei Uebungen führen.

4 Balance trainieren

In Deinen ersten Surfsessions wirst Du lernen, wie Du auf dem Brett augstehst. Bald sitzt Dein Take-Off und Du schiesst im Weisswasser nach vorn zum Strand. Oder Du surfst schon in den grünen Wellen und fährst die Schulter der Welle ab. Doch dann passiert es: du verlierst das Gleichgewicht, somit die Kontrolle über Dein Brett und ehe Du Dich versiehst, war es das auch schon mit der Welle. Wir alle verlieren das Gleichgewicht und fallen. Setze Dich hier nicht zu sehr unter Druck, denn schon die kleinste Unebenheit auf der Wasseroberfläche kann Dich aus der Bahn werfen und überhaupt gibt es so Vieles zu beachten, wenn man erstmal auf dem Brett steht. Baby Steps sind als vollkommen angebracht und Du wirst sehen, je stabiler Deine Körpermitte (siehe auch Punkt 3) und Deine Balance sind, umso schneller machst Du Fortschritte.

Ideal eignen sich Balance Baords. Hier stehst Du auf einem Holzbrett, welches auf einer Rolle aufliegt. Kann ganz schön tricky sein, macht aber unheimlich Spass. Schnell werden aus ein paar Sekunden Minuten, in denen Du Dich auf dem Brett hälst. Wer keines dieser Boards hat, balanciert, was das Zeug hält. Stehe auf einem Bein beim Zähneputzen. Mache einfach alles einbeinig :) Vielleicht hast Du ein paar Gewichte zu Hause? Füge auch diese hinzu. Balance baut sich recht schnell auf und so kannst Du Dich zügig steigern in Deinen Uebungen. Es empfiehlt sich Balance jeden Tag zu üben.

Okay, genug von Sport geschrieben. Du musst nicht zum Fitness-Crack werden für Deinen Surfurlaub und von jetzt an 6x die Woche Sport treiben. Selbst, wenn Du nur eine Uebung in gewisser Regelmässigkeit ausübst, wirst Du davon beim Surfen profitieren.

5 Vorbereitung ist alles – die richtigen Sachen mitnehmen Cap, Zink & Co.

Unser letzter Punkt befasst sich mit Deiner Surf-Packliste. Wenn Du das erste Mal zum Surfen fährst, kannst Du nur schwer wissen, was Dich erwartet. Du wirst Dich sicher fragen, was Du alles mitnehmen solltest und was wichtig ist. Die beliebtesten Surfdestinationen Europas sind Portugal & Co. Die Sommer sind heiss und die Zwischenjahreszeiten sind sonnig und mild. Sonne satt, steht sicherlich auch bei Dir auf dem Wunschzettel und danach hast Du Deine Surflocation ausgewählt.

Punkt Nummer 1 ist also: Sonnenschutz. Neben der klassischen Sonnencreme empfehlen wir Dir Surf Zink zu kaufen. Diese spezielle Sonnencreme bzw dieser Zink ist eine eher dicke Paste mit besonders hohem LSF, die dir im Wasser nicht in die Augen läuft und brennt. Zink hält sehr lang auf der Haut und idealerweise entscheidest Du Dich für eine Variante aus natürlichen Komponenten, um Deiner Haut besonders gut zu tun.

Punkt Nummer 2: Bringe ein Cap/einen Sonnenhut mit. Die Surfkurse finden meist über den Tag verteilt in mehreren Sessions statt. Du verbringst also die meiste Zeit des Tages am Strand, wo Dir schön die Sonne auf den Kopf knallt. Schütze Dich vor einem fiesen Sonnenstich und bringe Dir ein Cap oder Sonnenhut mit.

Punkt Nummer 3 – der Surfponcho! Der Poncho ist das Ass in Deinem Aermel, wenn Du am Strand oder dem Surf-Van stehst und es heisst – alle in den Neo! Du wirfst den praktischen Umhang aus flauschigem Frottee  einfach über und ersparst Dir die Akrobatik beim Umziehen mit einem zu kleinen Handtuch. Gleiches gilt für’s Neo Ausziehen. Das Tolle am Poncho – es ist nach dem Surfen direkt gemütlich, besonders an verhangenen oder windigen Tagen.

Ponchos findest Du in jedem gut sortierten Surfshop online und auch stationär. Das Schlagwort Surf Poncho erleichtert Dir die Suche auf Google.

Punkt Nummer 4 – Der Dry Bag. Heisse Tage und Sonnenschein sind in Portugal so gut wie garantiert. Doch trotzdem macht sich hier auch ab und mal schlechtes Wetter breit. Gesurft wird aber trotzdem und Du wirst Dich fragen – wohin mit meinen Sachen, wenn plötzlich der Regen über Dir einbricht. Ein Dry Bag ist dafür optimal. Der Wasserdichte Rucksack hält alles trocken und bietet mit verschiedenen Grössen genügend Stauraum für Deinen Stuff von Poncho über Wechselklamotte bis hin zum Zimmerschlüssel. Vor allem wirst Du aber dankbar sein einen zu haben, wenn die Flut schneller am Handtuch ist als Du :)

Punkt Nummer 5 – Die eigene Trinkflasche. Nicht nur dem Geldbeutel zu Liebe, sondern vor allem der Umwelt. Die Belastung der Umwelt durch Plastikmüll ist schon lange kein Geheimnis mehr und so liegt es in der Verantwortung jedes Einzelnen sich zu engagieren. So können auch schon die kleinen Dinge einen grossen Unterschied machen – eine wieder -füllbare Trinkflasche, idealerweise aus Metall. So hälst Du den Strand sauber und musst Dich nicht dauernd um eine Wasserflasche bemühen.

Das waren einmal unsere Tipps, die Dich gut vorbereitet in Deinen naechsten Surfurlaub starten lassen. Hast Du Fragen oder Anregungen hinterlasse gern einen Comment!

Schau Dir das Da Silva Surfcamp in Portugal fuer Deinen naechsten Surfurlaub an. Inmitten schoenster Landschaft in einem urigen Haus findest Du Zeit zu entspannen. Die campeigene Surfschule bringt Dich auf’s Brett und sorgt fuer einen unvergesslichen Surfurlaub.

 

Boy, do these guys look familiar?

In Kürze geht der Rummel um Kelly, Lokalmatador Tiago Pires oder auch Kolohe Andino in Peniche wieder los. Doch wer beim Rip Curl Pro Portugal zur rechten Zeit und selbstredend am rechten Ort den Notleidenden gibt, z.B. mit einem gebrochenen Finger, den setzt man dort kurzerhand bei Speis und Trank für lau auf die Tribüne, wo ihm dann Gestalten wie diese begegnen. Mike ‚Snips‘ Parsons und ‚Bad Boy‘ Dino Andino die dann nicht nur Ihre Kenntnis des Reglements kundtun sondern gerne auch mal erzählen was sie eigentlich vom Surf des Sohnes halten, so wie hier A Moment’S Notice: Dino Andino. So just go for it, but don’t forget the surf…

krass

Von der Sand-Mafia bedroht

Er gehört zum Surfurlaub wie das Meer und die Wellen: der Strand. Besonders auch Badende lieben ihn weich, weiß und sandig. Die Zehen tief zwischen den warmen Körnchen zu vergraben ist ein wundervolles Gefühl. Kinder (und auch Erwachsene) können stundenlang mit dem Bau von Sandburgen beschäftigt werden. Kurzum: Ein Urlaub am Sandstrand gilt für Viele als perfekt. Doch in letzter Zeit bekommt das geflügelte Wort „wie Sand am Meer“ eine ganz neue Bedeutung. Die Sand-Mafia wird zunehmend zur Bedrohung für die Strände dieser Welt. Ja, ihr habt richtig gelesen – die SAND-MAFIA. Klingt auf den ersten Blick ziemlich merkwürdig, schließlich gibt es genug Sand für alle auf dieser Welt. Könnte man jedenfalls meinen. Doch wer sich etwas ausgiebiger mit dem Thema beschäftigt, wird merken: Sand ist eben nicht gleich Sand.

Sand so weit das Auge reicht - für die Baubranche ist das Wüstengold aber nutzlos. Für Gebäude, Straßen & Co. wird grobkörnigerer Sand benötigt.

Der weltweite Verbrauch von Sand steigt seit Jahren immer weiter an. Der Grund: Sand ist in vielen verschiedenen Produkten enthalten, angefangen bei Klebstoff und Farbe, über Glas, bis hin zum Sandstrahlen bei der Jeansherstellung. Der meiste Sand wird aber im Gebäude- und Straßenbau benötigt. 200 Tonnen Sand bedarf es allein für den Bau eines mittelgroßen Einfamilienhauses. Und weil die Weltbevölkerung ja bekanntlich immer weiter ansteigt, werden natürlich auch mehr Häuser und andere Gebäude, Straßen und Brücken benötigt – und damit steigt eben auch der Sandbedarf. Weiterlesen

Mehr Müll – Müllmeer?

Stell dir vor du sitzt gerade im Lineup, die Sonne erhellt soeben den Horizont. Du spürst mit deinen Händen im Wasser jede Bewegung des Meeres. Und da erblickst du sie, die eventuell beste Welle deines Lebens. Du drehst dich um, paddelst sie an und stehst auf. Eine cleane kopfhohe, hohlbrechende Welle, schon stehst du in der Tube und willst nie wieder heraus. Doch die ach so schöne und cleane Welle ist eigentlich nicht so sauber, sie ist voller Müll und Dreck. Du kannst kaum noch das schöne Türkis des Wassers erkennen. Weiterlesen

Wenn dein Local-Sport teuer wird

Für einen Surfer gibt es wohl kaum etwas Schöneres als am Morgen noch vor dem Sonnenaufgang schnell das Brett zu schnappen und eine kleine Morgensession zu starten. Andere fahren nach der Arbeit auf dem Weg nach Hause noch schnell an einen Spot, um die Gedanken der stressigen Arbeit los zu werden.

Für einige Realität, für manche ein Traum – doch all dies wäre für kaum jemanden möglich, wenn genau diese Spots privatisiert werden würden. Noch schlimmer wäre es nur, wenn man die beste Welle der Gegend zu einer „Pay ‘n‘ Surf“-Welle machen würde. Weiterlesen

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Die Legende vom Surfen

Immer wieder liest man die Sage von den Polynesiern, welche mit Booten und Kanus auf den Weiten des Ozeans unterwegs waren. Sie wussten nicht wohin, ließen sich nach Norden treiben in freudiger Erwartung auf Land. Die Hoffnung wurde jedoch enttäuscht und so wollten die Männer, Frauen und Kinder gerade kehrt machen, als plötzlich ein weißer Hai auftauchte. Dieser führte die Flotte bis an die hawaiianische Küste.
Sie bauten sich eine Siedlung auf und lebten fortan auf der Insel, die später als Hawaii bezeichnet wurde. Schnell merkten sie, dass das Fischen auf dem Ozean nicht sehr einfach war, denn die Wellen schlugen mit immenser Kraft gegen die wackeligen Schifferboote. Somit mussten Boote geschaffen werden, welche die Wellen bezwingen konnten. Aus dieser essentiellen Nahrungsversorgung entstand irgendwann ein Spiel. Die Polynesier bauten sich Bretter, mit denen sie auf den Wellen entlang gleiten konnten. Sie erfanden Rituale, wie sie das stille Meer zum Anschwellen bringen wollten.
Für die Hawaiianer bedeutete das Surfen mehr als das bloße Auftreiben von Nahrung. Sie zelebrierten ihren Sport und verbrachten oft Stunden auf dem Meer.

Diese idyllische und friedliebende Kultur wurde jedoch bald gestört und zerstört. 1778 legten die Schiffe von James Cook an der Küste von Hawaii an. Doch Cook hatte nicht nur Gutes im Gepäck. An Bord seiner Schiffe warteten Kisten voll mit Gewehren, Kanonen und Alkohol auf ihren Einsatz.
Doch auch Krankheitserreger begleiteten den „Weißen Mann“ und seine Belegschaft. Es kam, wie es kommen musste und ungefähr 400 000 Hawaiianer starben an den Folgen europäischer Viren und Bakterien. Die Überlebenden waren schockiert, hatte man ihre Kultur, ihre Riten, ihr Leben zerstört und einfach ausgelöscht. Fortan wurden die Hawaiianer gezwungen Kleidung zu tragen, die Sprache des „Weißen Mannes“ zu erlernen und ihre bisherige Lebensweise umzustellen. Das lebenslustige Volk, welches sich der Freiheit, der Liebe und des Spaßes widmete, war verloren und für immer begraben.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts jedoch wendete sich das Blatt. Hawaii wurde ein Teil der Vereinigten Staaten von Amerika. Der Tourismus nahm zu, die Menschen liebten die Stille, die Einsamkeit und den friedvollen Umgang miteinander.
Unter all diese Touristen gesellte sich eines Tages auch der Journalist Jack London. Er sah den Hawaiianern begeistert beim Surfen zu und wusste, dass sich aus dieser Sache Profit schlagen lassen würde. Es dauerte nicht lange, da hatte London in Alexander Ford und George Freeth Verbündete gefunden. Er hatte sie mit seiner Leidenschaft für das Surfen infiziert. Die drei Männer gründeten die erste Surforganisation überhaupt.
Zur selben Zeit schoben sich riesige Hotels am Strand von Hawaii in die Höhe. Die Gründung der Surforganisation und der Bau der Hotels hatte einen enormen Einfluss auf die Wirtschaftslage Hawaiis und die Entwicklung des Surfens. Hawaii wurde zu einem äußerst beliebten und attraktiven Reiseziel.

George Freeth stieg in den kommenden Jahren zum weltbesten Surfer auf und reiste einmal für Werbezwecke nach Los Angeles. Dort demonstrierte er, wie er das Surfen lebte und liebte und zog einige Einheimische in seinen Bann. Die Surfkultur hatte somit auch Kalifornien erreicht, denn die Einheimischen nahmen Freeth als Vorbild und erlernten fortan die Kunst des Surfens.
Aus diesen Menschen bildete sich eine Gruppe von Surfern heraus, die fernab der materialistischen und geldregierenden Welt leben wollten. Sie logierten mit ihren Zelten am Strand und verbrachten den Großteil ihrer Zeit im Wasser. Dieses „Camp“ sprach sich herum und so besiedelten immer mehr Surfer den Strand von Kalifornien.
Diese Kultur fand jedoch ein jähes Ende, mit dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges. Niemand konzentrierte sich mehr auf das Surfen, auf Spaß und Freiheit- jeder Einzelne trat nun in den Dienst seines Vaterlandes.